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09.09.20 | 18:00h | Virtuelle Projektvorstellung „DigIT_Campus“

Worum geht es bei DigIT_Campus?

Bauen ist eine handfeste Tätigkeit. Das steht außer Frage. Und dennoch kann Digitalisierung in allen Bauprojektphasen – von der Planung über die Bautätigkeiten bis zur Geschäftsabwicklung – helfen, Prozesse zu beschleunigen, zu automatisieren und so Kosten zu sparen.Das JOBSTARTER plus-Projekt »DigIT_Campus – das Bauhandwerk der Zukunft« will kleine und mittelständische Unternehmen des Bauhandwerks im Bergischen Städtedreieck unterstützen, ihre betriebliche Aus- und Weiterbildung dahingehend anzupassen und zu erweitern.

Die Bergische Universität Wuppertal, die Neue Effizienz GmbH und die Utopiastadt gGmbH bieten gemeinsam zwei kostenlose Zusatzqualifizierungsprogramme an: eins richtet sich an Handwerksunternehmen des Bau- bzw. Baunebengewerbes und ihre Ausbilder*innen, das andere an ihre Auszubildenden im zweiten Lehrjahr.Die Themenbereiche Digitalisierung, Nachhaltigkeit sowie persönliche und soziale Kompetenzen für die Arbeitswelt werden dabei eng miteinander verzahnt.Dem Meeting beitreten mit Klick auf den Link!


https://uni-wuppertal.zoom.us/j/99134293868?pwd=enJJL1ZDaDV1YnZHdEJGc0hxVmpBdz09
Meeting-ID: 991 3429 3868
Passwort: 5aKHHxJL 

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Präsentation „Zukunftslabor Kunst & Stadt“

Hier brodelt die Zukunft: Das „Zukunftslabor Kunst & Stadt“ hat sich in Wuppertal auf die Suche nach inspirierenden Orten gemacht. Seit langem oder kurzem setzen sie sich mit kreativem Engagement und als leuchtende Beispiele für die Zukunft und ein gutes Leben ein. In der „Versuchsanordnung 1“ ist das Zukunftslabor 13 Orten begegnet. Daraus ist eine auffaltbare Stadtlandkarte entstanden, die inspirieren und für weitere Schritte beflügeln möchte. Das Projekt von )) freies netz werk )) KULTUR wurde von einem Kernteam, der Dramaturgin Uta Atzpodien, dem Kulturmanager Christian Koch, dem Mitarbeiter vom Wuppertal Institut Matthias Wanner und dem Grafiker Jens Robbers im Dialog mit Orten und Akteur*innen umgesetzt.

Am Mittwoch, dem 16.9. wird das „Zukunftslabor Kunst & Stadt“ um 19 Uhr in Utopiastadt präsentiert. Als Gast ist der Sozialwissenschaftler und Nachhaltigkeits-Experte Davide Brocchi mit einem Vortrag zu „Die große Transformation in Kunst, Kultur & Politik“ dabei.

Die Präsention ist zugleich inoffizieller Auftakt der geschlossenen Veranstaltung „Von der Zukunft her: Sommerakademie für eine klimagerechte Kulturpolitik“ von der Kulturpolitischen Gesellschaft, die am 17. und 18.9. an verschiedenen Kulturorten stattfindet. Wir freuen uns, die pulsierende Wuppertaler Kultur auch auswärtigen Gästen vorstellen zu können.

Das Projekt von )) freies netz werk )) KULTUR ist eine Kooperation mit dem Wuppertal Institut und wurde mit freundlicher Unterstützung von der Kunststiftung NRW, der Jackstädtstiftung und dem Kulturbüro Wuppertal umgesetzt.

Der Eintritt ist frei. Das Kartenkontingent ist allerdings begrenzt. Einlass nur mit Anmeldung und corona-notwendigen Daten bis zum 13.9.2020 unter k-team@utopiastadt.eu. Eine Bestätigung erfolgt am 14.9.2020

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WEINCHEN?

Keine Normale Weinprobe

Feinkost & Weine – Christian Fenske und der Hutmacher laden euch zu einer Reise durch das Wunderland der Weine ein. 

Weinchen?! Wir haben da einen Plan! 
An einem der letzten Sommerabende des Jahres treffen wir uns auf dem Bahnsteig des alten Mirker Bahnhofs und begehen keine normale Weinprobe. Wir zeigen euch die neuen Weine des Hutmachers. 
Mit der angebrachten physischen Distanz schlemmen wir Weine, genießen Flammkuchen und lassen uns von seichter Musik in den Herbst tragen. Und wer will kann sich von dem Fenske Expertenwissen zu den Weinen abholen. 
Ganz einfach, ohne Zeitplan – einfach kommen! 

DATE

12.09.2020 | ab 17:00 | Bahnsteig des alten Mirker Bahnhofs | Mirker Str. 48, 42105 Wuppertal


Dein TICKET zum Wunderland der Weine: 

VVK 18,50€ | Dafür probierst du vier Weine und kannst danach deinen neuen Lieblingswein für 20€/Flasche bei uns genießen.

Die Vorverkaufstickets gibt es bei Wuppertal-Live: https://www.wuppertal-live.de/?342986  

Abendkasse 20€ | Das Ticket für die Abendkasse geht für 20€ über die Theke, wenn noch Platz ist, natürlich! 
(Flammkuchen könnt ihr vor Ort bestellen) 

Coronale Hinweise 
Die Hygienevorschrift werden im Hutmacher sehr penibel umgesetzt. So wird es auch an diesem schönen Sommerabend sein. 
Wir halten vor Ort eure Kontaktdaten nach, die Tische haben genug Abstand zueinander und werden nach jeder Nutzung desinfiziert. 
Bleibt gesund! 

(Und wenn ihr krank seid, bleibt bitte Zuhause. Meldet euch dann auch gerne bei uns, und wir schauen, was wir mit deinem Ticket zum Wunderland machen können!)

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22.000,00 € für den bundesweit einzigartigen Notfall-Fonds, “EinTopf”

Das Kuratorium des Von der Heydt-Kulturpreises der Stadt Wuppertal erklärt einstimmig:
Der Von der Heydt-Kulturpreis und der Förderpreis der Stadt Wuppertal werden in diesem Jahr nicht verliehen.
Die Corona Pandemie hat unsere Zivilisation tief erschüttert und führt zu einer tiefgreifenden Veränderung der Lebensumstände vieler Menschen.

In besonderer Weise sind diejenigen Menschen betroffen, denen aus Gründen des Infektionsschutzes die Ausübung Ihres Berufes untersagt ist oder nur höchst eingeschränkt möglich ist.

Künstlerinnen und Künstler, vor allem die freien Kulturschaffenden, die auf sich allein gestellten Selbstständigen und privatwirtschaftlichen Kultureinrichtungen sind so unverschuldet in eine existenzbedrohende wirtschaftliche Krise geraten.


Das Von der Heydt-Kuratorium kann und will diese Bedrohung der freien Kreativen, die in einzigartiger Weise die Essenz und den Esprit der Kulturstadt Wuppertal ausmachen und signifikant zum sozialen Zusammenhalt der Stadtgesellschaft beitragen, nicht ignorieren. Deshalb wird in 2020 die Verleihung ausgesetzt und nicht an eine einzelne Persönlichkeit, Institution oder einen Verein vergeben.

Stattdessen wird in Anerkennung, Wertschätzung und Würdigung der vielgestaltigen freien, kreativen Kulturszene das Preisgeld für den Von der Heydt-Kulturpreis, den Förderpreis und das Budget für seine Verleihung, denjenigen zur Verfügung gestellt, die unverschuldet in existentielle Bedrängnis geraten sind.


Die Mittel in Höhe von 22.000,00 € werden der bundesweit einmaligen und selbstorganisierten Initiative von Vertreter*innen der Freien Szene in Wuppertal zur Vergabe unter Mitwirkung des Kulturbüros der Stadt Wuppertal zur Verfügung gestellt.

Der Solidaritätsfonds von Kulturschaffenden für Kulturschaffende wurde umgehend nach Beginn des Lockdowns unter dem Namen „EinTopf“ (eintopf wuppertal.de) ins Leben gerufen. Vor allem dort, wo die Soforthilfeprogramme von Bund und Land nicht greifen, werden mit den Mitteln des Fonds in finanzielle Engpässe geratene Künstlerinnen unterstützt.

Damit werden die Leistungen der Freien Szene gewürdigt und konkret unterstützt. Der „EinTopf“ selbst macht deutlich, wozu die Kulturschaffenden in Wuppertal in dieser Krisenzeit in der Lage sind. Dieser Solidarfonds ist in Deutschland einzigartig.

Für das Kuratorium des Von der Heydt-Kulturpreises der Stadt Wuppertal
der Vorsitzende Matthias Nocke
Kulturdezernent

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Diskutiere offene Daten

Ein Podium mit den Wuppertaler Oberbürgermeister-Kandidierenden

Daten sind das neue Öl? Nein, sie sind das neue Grundwasser! Das gilt insbesondere für öffentliche Daten, wie Vergabeverfahren in Verwaltungen, Energie-Verbrauchsdaten oder die Qualität unseres Trinkwassers. Aber wem nützen eigentlich offene Daten? Welches Potential haben sie für Bürger_innen und Wirtschaft? Was hat das Thema eigentlich mit Wuppertal zu tun? Und wie könnte eine digitale und offene Stadt der Zukunft aussehen?

Diese und weiter Fragen sollen bei der Podiumsdiskussion mit den Wuppertaler Oberbürgermeister-Kandidierenden diskutiert werden. Zu Gast auf dem Podium:
Henrik Dahlmann, Freie Wähler
Marcel Hafke, FDP
Mira Lehner, Die Partei
Andreas Mucke, SPD
Panagiotis Paschalis, unabhängig
Bernhard Sander, Die Linke
Uwe Schneidewind, CDU & Bündnis 90/Die Grünen
Moderation: Jana Pahlkötter, Initiative Opendatal

Auch ihr als Wuppertaler Bürger_innen kommt bei der Veranstaltung zu Wort. Egal ob Open Data Neuling oder Expert_in, beteiligen können sich alle. Falsche Fragen gibt es nicht. Worum es auf der Bühne geht, entscheidet das Publikum demokratisch: Alle Fragen werden über eine Website gesammelt und können von den Zuschauenden favorisiert werden. Die Podiumsteilnehmer_innen diskutieren die Themen mit den meisten Stimmen.

ANMELDUNG

Wer im Wuppertaler Brauhaus vor Ort dabei sein möchte, muss sich aufgrund der aktuellen Corona Bestimmungen bis MONTAG, 10. AUGUST, um 10 Uhr über Wuppertal-Live anmelden. Die Teilnahme ist kostenlos. Wir freuen uns, wenn ihr durch eine Spende vor Ort helft, die Veranstaltung zu finanzieren.

Spontan entschlossene Interessierte können an der Veranstaltung per Livestream über STEW.ONE oder Chaos West TV teilnehmen.

WER STEHT DAHINTER?

Die Podiumsdiskussion wird von Opendatal in Zusammenarbeit mit Utopiastadt organisiert. Opendatal ist die Open Data Initiative von Wuppertal und hat sich im kreativen Cluster von Utopiastadt am historischen Bahnhof Mirke an der Nordbahntrasse verortet. Unterstützt wird das Event freundlicherweise von der Kunst und Kultur Plattform STEW.ONE, der Produktions Initiative Chaos West TV und der Gaststätte Wuppertaler Brauhaus.

FRAGEN können während der Veranstaltung hier gestellt werden: https://frag.jetzt/participant/room/12918187

MEHR INFOS & ALLE LINKS

https://opendatal.de/podium

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Wir suchen Hutmacher*innen

Wir suchen Hutmacher*innen! 

Das ist Andi. Andi und viele andere Hutis haben in den letzten Wochen und Monaten Alles gegeben, um den Hutmacher durch die Pandemie zu retten – immer mit einem netten Spruch auf den Lippen und mit viel Spaß und Freude. 
Um im Sommer nochmal richtig viel Bärtig Bräu unter die Menschen zu bekommen und den unzähligen Besucher*innen von Utopiastadt noch ganz viele Sommerabende auf der wohl schönsten Sonnenterasse Wuppertals zu bescheren, suchen wir ab sofort Verstärkung für unser Gastro Team! 
Wenn du Lust hast in den nächsten Monaten mit der festivalerprobten Gastro-Crew zu arbeiten, schreib uns eine Nachricht an js(at)baertig.utopiastadt.eu

Wir suchen Aushilfen auf 450€-Basis, ab sofort! Im besten Fall hast du im August und September Zeit und hast Spaß daran, Gastgeber*in zu sein.
Dabei?!

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Der Hutmacher will euch wiedersehen!

Nach einer viel zu langen Pause, in der wir euch „nur“ mit ToGo Getränken versorgen konnten, freuen wir uns sehr morgen endlich wieder unseren Biergarten eröffnen zu können. ToGo Getränke wird es natürlich weiterhin geben, aber ihr könnt euch eben auch wieder auf den Bahnsteig des alten Mirker Bahnhofs setzen, Musik aus der Boombox genießen und das ein oder andere Bärtig Bräu genießen. 

Los gehts morgen, Freitag, 17.07.2020, ab 14:00 Uhr, in der Sonne, irgendwo in Utopiastadt. Deal?! 

Wir können euch kaum erwarten! 🙂 Bleibt Gesund und 
SPREAD THE WORD, NOT THE VIRUS! 

(PS: wir nehmen vorerst keine Reservierungen an. Platz gibts aber mehr als genug!)

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UTOPIASTADTRAD | EIN PROJEKT MIT VIELSEITIGER WIRKUNG

Von Max-Mosche Kohlstadt

Das inzwischen auch im bergischen Wuppertal das Bekennen zum Fahrrad nicht mehr mit kritischen Blicken entlohnt wird, ist wohl Teil eines gesamtgesellschaftlichen Wandels. Eines Wandels hin zum unmotorisierten Individualverkehr unter Berücksichtigung von Umwelt und sportlicher Betätigung. Aber auch zu Freizeitzwecken greift der*die Wuppertaler*in immer öfter zum Fahrrad. Dieser Veränderung ist einzelnen Institutionen zu verdanken, die den realen Griff zum Fahrrad überhaupt erst ermöglichen. Neben zahlreichen Institutionen und infrastrukturellen Einrichtungen wie der Nordbahntrasse, das Lastenrad »Fienchen«, der Pedelec Verleih der Stadt Wuppertal, »Supercargo« oder Fahrradkoryphäen wie dem »Talradler«, trägt auch der Radverleih Utopiastadts »Utopiastadtrad« seinen Teil dazu bei. Noch vor den bestehenden Maßnahmen und den kritischen Entwicklungen der Covid-19-Pandemie haben Wolf und ich den utopischen Radverleiher*innen deswegen an einem regnerischen Tag einen Besuch abgestattet. Was motiviert die Ehrenamtler*innen dieses Angebot aufrechtzuerhalten und wie läuft das überhaupt ab?

Deswegen trafen wir uns mit drei der Verleiher*innen – Ralf Wittmer, Hildegard Gallenkamp und Peter Theuerkauf vor den Verleihcontainern auf der Utopiastadt Campus Raumstation. Ralf engagierte sich bereits seit 20 Jahren ehrenamtlich bei der Kirche bevor er vor drei Jahren bei »Utopiastadtrad« landete. Angetrieben von seiner Leidenschaft für Fahrräder findet er hier ein soziales Netzwerk von Gleichgesinnten, die gemeinsam an einem Strang ziehen. Auf der Suche nach einer Tätigkeit die ihnen nicht nur Spaß bereitet, sondern auch etwas an die Mitmenschen zurückgibt, führt auch der Weg von Hildegard und Peter sie zu den beiden Überseecontainern von »Utopiastadtrad«. Seitdem stehen sie in der Saison wöchentlich bereit um Wuppertaler*innen das Fahrrad fahren zu ermöglichen.

Aber wie funktioniert der Radverleih und was macht ihn besonders?
»Utopiastadtrad« ist im Prinzip ein Radverleih wie jeder Andere. Die einzige Prämisse besteht darin, dass er ehrenamtlich geführt wird und damit nicht an erster Stelle profitorientiert ist. Die Nutzer*innen zahlen also keinen festen Betrag für das Leihen eines Rads, sondern hinterlassen bei Mitnahme des Fahrrads ihre Kontaktdaten und ein Pfand von 20 €. Bei Rückgabe des Rads bekommen die Nutzer*innen ihren Pfand zurück und haben die Möglichkeit einen Teil davon zu spenden. Hier wird allerdings keiner kritisch beäugt, wenn das Spendenangebot nicht wahrgenommen wird. Denn der Radverleih ist ein Angebot, das auf niederschwelligem Zugang, sozialer Teilhabe und Vertrauen basiert. Aber auch Upcycling spielt hier eine große Rolle. Die Fahrräder entspringen alle aus Spenden die Wuppertaler*innen Utopiastadt vermacht haben. Bevor sie Teil des Sortiments werden, nehmen einige der »Mirka Schrauba« die Räder unter die Lupe und testen sie auf Herz und Nieren. Schließlich sollen Unfälle, aufgrund von technischen Schwächen, vermieden und eine heile Rückkehr der Fahrräder garantiert werden. Alle Räder im Verleih sind für den durchschnittlichen Gebrauch auf der Nordbahntrasse und im Straßengebrauch konzipiert, das erleichtert Einsteiger*innen erfahrungsgemäß das Fahrradfahren bemerkt Hildegard.

Trotz all dieser Faktoren ist es wichtig zu betonen, dass der Radverleih Utopiastadts keine Konkurrenz zu bestehenden Verleih- oder Reparaturangeboten darstellt. Das Konzept versteht sich viel mehr als eine Ergänzung zu bestehenden Radverkehrsinfrastrukturen und eröffnet dahingehend die Möglichkeit, Wuppertaler*innen niederschwellig für das Fahrradfahren zu begeistern. Das lässt sich auch an den Nutzer*innen des Angebots des Radverleihs beobachten. Hier treffen überregionale Besucher*innen auf Familien aus dem Quartier. Einige können sich keine eigenen Räder leisten, andere suchen nur etwas Abwechslung. Ab und zu statten auch Jugendgruppen der Alten Feuerwache oder fahrradengagierte Berliner*innen dem Verleih einen Besuch ab. Ihnen allen gemeinsam ist die Freude am Radfahren und die Dankbarkeit für dieses Angebot. So können sich an manchen Tagen schonmal 50 Nutzer*innen auf Rädern von »Utopiastadtrad« durch die Talstadt begeben – natürlich so lange das bergische Wetter es zulässt.

Unter diesen Umständen sind die Verleiher*innen weit mehr als bloße Dienstleister*innen. Sie sind rudimentäre Fahrradmechaniker*innen, helfende Hände, Fahrradfahrlehrer*innen, Wissensvermittler*innen, offene Ohren, Mobilitätswendeninitiator*innen und Teil eines utopischen sozialen Netzwerks. Das garantiert eine abwechslungsreiche Zeit vor Ort und schützt vor langweiliger Wiederholung. Hier sind Skurrilitäten und einzigartige Begegnung vorprogrammiert. Auf die Frage warum die Drei sich auf eine solche Art und Weise engagieren, antworten die drei sehr schnell: Abwechslungsreiche Aufgaben schützen vor Langeweile bzw. Alltagstrott und entlohnen mit Lächeln und Freude!

Inzwischen haben die Verleiher*innen ein Konzept erarbeitet mit dem sie auch unter den anhaltenden Umständen die Öffnung des Verleihs verantworten können – die Verleihsaison 2020 ist damit eröffnet! Das heißt, dass du ab jetzt wieder mit einem schicken Tandem und unzähligen Straßenrädern über die Trasse trampeln kannst. Wann der Verleih geöffnet hat, kannst du hier im Onlinekalendar in Erfahrung bringen. Neben zahlreichen weiteren lokalen Akteur*innen, stellt »Utopiastadtrad« ein antreibendes und inspirierendes Ritzel in dem Antrieb der lokalen Fahrradkultur da. Eine Kultur, die Wuppertal begeistert in Richtung Mobilitätswandel schubst – natürlich behutsam! Wenn du dir vorstellen kannst in Zukunft selbst Teil von »Utopiastadtrad« zu werden oder Fragen an die Verleiher*innen hast, dann melde dich doch hier via Mail.

Disclaimer: Der nachfolgende Artikel und das darin geschilderte Treffen ist vor der Covid-19-Pandemie und den damit einhergehenden Maßnahmen umgesetzt worden.

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Eine Garage auf dem Weg zum dreifachen Gewinn

Die Fienchen-Lastenradfamilie ist um einen Bestandteil reicher: Mit der neuen Garage stehen auf dem Utopiastadt-Campus den Nutzerinnen und Nutzern neue Nutzungsmöglichkeiten offen. Das kostenlose Ausleihen der Räder soll damit noch flexibler und einfacher werden.

Die Garage hat Platz für bis zu vier Lastenräder, die autark ausgeliehen werden können. Außerdem wird der Strom in Zukunft CO2-neutral per Photovoltaik-Anlage produziert. »Von Beginn an wünschten wir und unsere Nutzer ein System, das den Nutzerinnen und Nutzer die Möglichkeit gibt, unserer Räder selber, also ohne Hilfe von Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtlern, auszuleihen. Mit der Fienchen-Garage sind wird dieser Vision zum Greifen nahe«, erklärt Christoph Grothe, der vor vier Jahren den Lastenradverleih mit ins Leben gerufen hat.

Kirsten Haberer vom Fahrradstadt Wuppertal e.V. ergänzt: »Stundenweise Ausleihen, zum Beispiel für den Getränkeeinkauf, sind langfristig damit möglich. Damit hoffen wir, weiter zu einer Reduzierung von innerstädtischen Autofahrten beitragen zu können. Bei der Gestaltung der Fienchen-Garage wurden wir von bekannten Grafittikünstlern unterstützt, so dass neben dem reinen Zweck auch ein optischer Hingucker auf dem Utopiastadt Campus entstanden ist.« Johannes Schmidt, verantwortlich für die Flächenentwicklung der Utopiastadt gGmbH: »Fienchen und seine Geschwister, als kostenloses, urbanes Radverleihsystem, tragen einen bedeutenden Teil dazu bei, dringende Zukunftsfragen der innerstädtischen Mobilität zu beantworten. Der Utopiastadt Campus ist eine Experiementierfläche für die Stadt von Morgen, auf der genau solche Projekte Raum bekommen, denn sie sind zukunftsweisend. Fienchen trägt dazu bei, dass für immer mehr Menschen das Fahrrad eine wirkliche Option alternativ zum Pkw wird. Denn Fienchen und seine Geschwister geben uns die Möglichkeit, uns einfach, billig und umweltfreundlich im urbanen Raum fortzubewegen.«

Matthias Ertel vom WSW Klimafonds, der die Garage finanziell gefördert hat: »Einfach ausprobieren sollen viele Menschen die Fienchen-Lastenräder. Wenn der eine oder die andere dann merkt: ,So kann ich ja auch gut transportieren’, dann wäre das ein dreifacher Gewinn: persönlich, für Wuppertal und für unser Klima.« Über den Sommer werden Fienchen I und Fienchen II in Ronsdorf stationiert sein. Das Fienchen-Selbstausleihsystem soll im Anschluss zur Verfügung stehen.

Fienchen, Pina und E-mil ausleihen: https://fienchen-wuppertal.de

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Solar Decathlon Europe 2021 in Deutschland wegen COVID-19 verschoben

Mit Blick auf die weltweite Verbreitung des Coronavirus hat das Organisationsteam des Solar Decathlon Europe 21 (SDE21) beschlossen, den erstmals in Deutschland, Wuppertal, ausgetragenen Zehnkampf für urbanes Bauen und Leben zu verlegen. Ursprünglich für September 2021 festgesetzt, verschiebt sich das Finale des internationalen Hochschulwettbewerbs auf Juni 2022. 

Die Entscheidung wurde in enger Abstimmung mit den teilnehmenden Teams und den Kooperationspartner*innen getroffen. „Ein Großevent mit 18 Teams aus elf Ländern und hohem Besucher*innenansturm würde 2021 eventuell auf erschwerte Bedingungen treffen. Zur Verlegung zwingt uns jedoch vor allem, dass die Teams in ihrer Arbeit gegenwärtig so beeinträchtigt sind, dass Quantität und Qualität der Beiträge zum ursprünglich geplanten Datum in Frage stünden“, berichtet Projektleiter Dr. Daniel Lorberg. 

Faire Wettbewerbsbedingungen 

Die Anti-Corona-Maßnahmen fallen in einzelnen Ländern unterschiedlich aus. Dadurch sind einige Teams in ihrer Zusammenarbeit derzeit eingeschränkter als andere. „Der Zeitplan des SDE21 ist straff. In knapp zwei Jahren müssen die Teams ganze Gebäude konzeptionieren und eine Wohneinheit daraus in Wuppertal aufbauen“, betont Dr.-Ing. Katharina Simon, Projektdirektorin für Architektur und urbane Innovation: „Die Verschiebung und der dadurch gewonnene zeitliche Puffer garantieren weiterhin faire Wettbewerbsbedingungen.“

Reale Herausforderungen, nachhaltige Lösungen

Auch die wissenschaftliche Begleitforschung des Solar Decathlon Europe 21 ist derzeit coronabedingt nicht durchführbar. „Es geht beim SDE21 nicht darum, mit Mühe und Not irgendwelche Häuschen auf die Fläche zu stellen, sondern darum, wirkliche Antworten für die Stadt der Zukunft zu finden. Genau dafür schaffen wir mit der Verschiebung die Voraussetzungen“, bringt es Lorberg auf den Punkt. 

„Wir freuen uns auf ein tolles Event im Sommer 2022, das ganz im Zeichen des nachhaltigen Wohnens und Lebens in der Stadt von morgen steht. Gerade in Zeiten wie diesen sind machbare, innovative Lösungen für bestehende Herausforderungen gefragt“, so Simon abschließend.

Neue Nordstraße, Mirker Quartier © SDE21

Zum Solar Decathlon Europe 21 (SDE21):

Der Solar Decathlon Europe 21 (SDE21) ist ein internationaler Hochschulwettbewerb für nachhaltiges Bauen und Leben in der Stadt. Er findet 2022 erstmals in Deutschland, Wuppertal, auf dem Utopiastadt Campus statt. 18 Teams aus elf Ländern planen und bauen die Stadt von morgen. Es geht um innovative und ressourcenschonende Architektur, aber auch darum, vor dem Hintergrund des Klimawandels die Energiewende in urbanen Quartieren voranzubringen.

Das vierjährige Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert und vom SDE21-Projektteam der Fakultät für Architektur und Bauingenieurwesen, Bergische Universität Wuppertal, organisiert. Projektpartner*innen sind das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH, die Utopiastadt gGmbH, die Neue Effizienz GmbH, die Wuppertaler Stadtwerke und die Stadt Wuppertal.

Mehr Information:  https://sde21.eu/de/