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Workshop: Denkmalgerechte Fenstersanierung – Schliff für Schliff zu altem Glanz!

Foto: Nikhil Runge

Wann? 29.09.2021 16:00 – 19:00

Wo? Utopiastadt, auf dem Bahnsteig hinter dem Hauptgebäude

Mit wem? Alexander Netterdon, Jürgen Janzen & Canan Yedek aus Utopiastadt

Was erwartet Euch?

Die Fenster sind das Gesicht des Mirker Bahnhofs – und haben in der bergischen Witterung über die Jahrzehnte echte Patina angesetzt. Der Lack platzt ab und durch die ein oder andere Fuge weht der Wind. 

Doch denkmalgerechte Sanierung ist kein Hexenwerk! Das wollen wir Euch beweisen und Euch dazu einladen einen Einblick in das Handwerk des Bewahrens zu wagen. Im Workshop lernt Ihr Schritt für Schritt, wie ein historisches Holzfenster fachgerecht aufgearbeitet wird. Gerade in der Altbaustadt Wuppertal ist das eine Fähigkeit, die immer mehr an Bedeutung gewinnt.

Und nebenbei könnt Ihr Utopiastadt dabei helfen, die vielen verschiedenen und wunderschönen alten Fenster im Bahnhofsgebäude wieder zu dem zu machen, was sie sein sollten: Das strahlende Antlitz unserer Utopien!

Workshop – und dann?

Du liebäugelst schon länger damit, dir eines der vielen Fenster des Bahnhofs auszusuchen und zu deinem persönlichen Projekt zu machen? Dann ist nun die ideale Gelegenheit! Bei Musik, Getränken und guter Stimmung vermitteln wir dir im Workshop die notwendigen Fähigkeiten um danach in Eigenregie weiterzusanieren. Am Ende winkt eine persönliche Widmung auf deinem Fenster – und die Gewissheit, dass sich noch deine Enkelkinder staunend die Hälse verrenken werden, um einen Blick darauf werfen zu können. 

Wer teilt mit Euch sein KnowHow?

Jeden Samstag lädt Utopiastadt ein zur ‚baulichen Selbsthilfe‘ – kurz: Workout! Dann treffen sich engagierte und motivierte Menschen – die einen mit und andere ohne handwerkliche Erfahrung – nehmen Hammer, Säge und Bohrmaschine in die Hand und räumen Dinge von einer Ecke in die andere, schützen historische Dielen vor Bauschutt, reißen Betonböden raus, Wände ein und Dächer nieder, versuchen möglichst viel alte Substanz zu erhalten, renovieren historische Fenster und Türen, mauern, verlegen, verputzen – und stemmen so den Eigenanteil an einem sehr komplexen und durch Städtebaufördermitteln des Landes NRW finanzierten Sanierungsvorhabens. 

Der Workshop zur Fenstersanierung wird fachlich angeleitet von Alexander Netterdon (hauptamtlicher Koordinator der Sanierungsselbsthilfe), Canan Yedek (Bundesfreiwilligendienstleistende) sowie Jürgen Janzen (Tischler im Ruhestand), der mit Herzblut seine jahrzehntelange Erfahrung in der Holzbearbeitung weitergibt. 

Anmeldung

Du hast Feuer gefangen? Dann melde dich fix an über: nup@utopiastadt.eu

Foto: Wolf Sondermann
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Neuigkeiten

Das Testzentrum macht Platz für den Solar Decathlon Europe

Am 01.10.2021 starten die ersten vorbereitenden Bauarbeiten für den Solar Decathlon Europe, welcher im Sommer 2022 auf dem Utopiastadt Campus stattfinden wird. UTOs und PIAs sind schon seit einigen Wochen damit beschäftigt die Utopiastadt Campus Raumstation zu räumen, denn am 01.10.2021 muss der komplette Campus frei sein.

Daher wird das Utopiastadt Testzentrum (UTZ) am 18.09.2021 das letzte mal die Zelt- und Containerwände für euch öffnen.

Wir danken allen Gästen für ihr Vertrauen und die große, positive Resonanz. Ganz besonders möchten wir aber der UTZ-Crew für den durchaus riskanten Einsatz und die immer gute Laune danken. Ihr habt das UTZ zum wohl schönsten Ort des ausgelassenen Popelns gemacht. Gemeinsam konnten wir viele Infektionsketten durchbrechen und sind stolz darauf unseren Teil zum Kampf gegen die Pandemie mit euch gemeinsam beitragen zu haben.

Bleibt gesund, passt auf eure Mitmenschen auf und lasst euch nicht von der Pandemie unterkriegen.

SPREAD THE WORD, NOT THE VIRUS!

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Logbuch Neuigkeiten

Des Hutmachers neue Hüte

Seit März 2021 erscheint in der Reihe »Logbuch Utopiastadt« alle 14 Tage eine Kolumne aus Utopiastadt im Wuppertaler Lokalteil der Westdeutschen Zeitung. Und hier auf der Seite.

Die heutige Kolumne ist von Phillip ‚Fluppe‘ Siewert:

Logbucheintrag 0.12

Im August 2020 bin ich zum Gastro-Team des Hutmachers gestoßen. Durch die Pandemie habe ich meinen vorherigen Gastro-Job verloren, weil die Clubs ja dicht machen mussten. Auf den Hutmacher bin ich durch einen Instagram-Post aufmerksam geworden.

Der Hutmacher ist die Kneipe in Utopiastadt. So was wie das Einfallstor für diesen komplexen Ort – auch, wenn man nicht weiß, was in Utopiastadt alles passiert, hier kann man hinkommen, die Leute vor Ort kennenlernen und vielleicht darüber einen Zugang finden. Was den Hutmacher ausmacht ist wahrscheinlich, dass hier viele unterschiedliche Leute arbeiten – die zum Teil auch woanders anecken, und die hier einfach erstmal machen und Teil einer offenen Gemeinschaft sein können. Das gilt ja in Utopiastadt für viele Aktivitäten.

Der beste Moment für mich war, als wir dieses Jahr endlich wieder die Außengastronomie aufmachen konnten. Wir haben eine Woche davor unglaublich viel Energie da reingesteckt, weil es ja auch kurzfristig war. Alle waren hier, haben ganz viel gekärchert, Tische entstaubt, Getränkekarten wieder rausgekramt. Und bei der ersten Schicht nach dem Lockdown waren wir alle total erschöpft, aber trotzdem total gut drauf und einfach froh, dass das wieder ging.

Was das Arbeiten im Hutmacher besonders macht, ist, dass Utopiastadt mehr ist, als nur ein Café. Hier passiert noch so viel anderes. Wir haben zum Beispiel im Winter, als die Kneipe dicht war, bei der Sanierung mit angepackt, Beton rausgerissen, Dinge im Gebäude zurückgebaut. Irgendwo kann man auch außerhalb des eigentlichen Jobs immer mit anpacken und dadurch ist jeder Tag in Utopiastadt anders.

Außerdem ist es an der Trasse ganz schön schwer, einen guten Kaffee zu bekommen! Der Kaffee im Hutmacher ist fair gehandelt und stammt inzwischen von der „Talbohne“, der Kaffeerösterei auf dem Utopiastadt-Campus, in nicht mal 200 Meter Entfernung zum Hut.

Das Beste und das Schlimmste am Hutmacher ist eigentlich ein und das Selbe – und das gilt vermutlich auch für Utopiastadt insgesamt, weil dort so viel auch ehrenamtlich gestemmt wird: Es passiert immer viel unerwartetes. Kein Tag gleicht dem anderen. Das ist das schönste, aber du bist nie vorbereitet, und das ist manchmal stressig.

Ich bleibe nach der Arbeit oft hier und verbringe meinen Feierabend, weil meine Freunde und Bekannten auch alle hier sind oder sich hier treffen. Und hier fast alle ein gutes Verhältnis miteinander haben, per Du sind, gemeinsam anstoßen und zusammensitzen. Es gibt insgesamt ein gutes Miteinander. Das macht es manchmal schwer, Arbeit und Freizeit zu trennen, viel schwieriger als bei anderen Arbeitgebern, bei denen nicht dieser ganze Ort drum herum ist, wo ständig was passiert. Ich bin aber gerne hier, es ist nicht aufgezwungen und ein schönes Ambiente. Und man kann sich immer von jemandem eine Pommes schnorren.

Wenn ich den Hutmacher knapp auf den Punkt bringen würde, würde ich sagen: Liebevolles Chaos – und richtig guter Kaffee.


Erstveröffentlicht am 09.09.2021 in der Printausgabe der WZ: https://www.wz.de/nrw/wuppertal/hutmacher-ein-ganz-besonderes-cafe-in-der-utopiastadt_aid-62635189

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Preisverleihung Forschungspreis »Transformative Wissenschaft«

»Stadt trotz(t) Krise – Transformation kollaborativ«

Einladung zur digitalen Veranstaltung am 5. Oktober 2021


Urbane Räume stehen unter Druck: Sie sollen klimafreundlich, resilient, gerecht, produktiv, integrativ, gesundheitsfördernd, kreativ, schuldenfrei und lebenswert sein. Neben einer sich wandelnden Planung als hoheitliche Gestalterin von Gemeinwohl sind in den vergangenen Jahren zahlreiche neue Stadtmachen-Initiativen und Bottom-Up Intermediäre angetreten, Städte koproduktiv zu entwickeln. Zusätzlich mischt sich die Forschung mit Formaten wie Reallaboren und Experimentierräumen in das Geschehen ein.  

All diese Akteurinnen und Akteure bringen eigene Perspektiven und Werkzeuge mit und spannen eigene Spielfelder auf. Schlussendlich – so die These – bedarf es jedoch mehr Kollaboration, wechselseitiges Lernen und ein strategisches Zusammenwirken dieser Kräfte, um Stadt gemeinwohlorientiert und nachhaltig zu gestalten. Dies sind die Themen, die bei der begleitenden Veranstaltung zur Verleihung des diesjährigen Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“ diskutiert werden, zu der das Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie einlädt: 

„Stadt trotz(t) Krise – Transformation kollaborativ“
Impulse und Potenziale des Wandels durch das Zusammenwirken von Planung, Forschung und Stadtmachen

Digitale Preisverleihung des Forschungspreises „Transformative Wissenschaft“ und Podiumsdiskussion 

Dienstag, 05.10.2021, Beginn um 16:30 Uhr, digital.

Im Rahmen der Podiumsdiskussion lotet das Wuppertal Institut Ansätze, Potenziale und strategische Kollaborationsmöglichkeiten von Planung, Forschung und Stadtmachen aus.

Im Gespräch dazu sind

_Prof. Dr. Agnes Förster (Professur für Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen)

_Christian Hampe (Geschäftsführer der Utopiastadt gemeinnützige GmbH, Wuppertal)

_Matthias Wanner (Stipendiat der Heinrich-Böll-Stiftung / Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Wuppertal Institut im Forschungsbereich Innovationslabore / Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit )

mit

_Dr. Markus Egermann (Leiter des Forschungsbereichs Transformative Kapazitäten am Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung, Dresden)

_Svenja Noltemeyer (die Urbanisten e.V., Dortmund)

_Prof. Dr. Heike Köckler (Professur für Sozialraum und Gesundheit an der Hochschule Gesundheit, Bochum)

_N. N. (kommunale Entscheidungsträgerin bzw. Entscheidungsträger)

Die Teilnahme an der digitalen Veranstaltung ist kostenfrei. Die Veranstaltung wird über GoToWebinar gestreamt. Sie erhalten mit Ihrer Bestätigung den dazugehörigen Link. Anmeldung hier

Text: Wuppertal Institut

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Schöner Schein

Liebe Nachbar:innen, Freund:innen, Unterstützer:innen und Bekannte,

wir melden uns zu dem Artikel »Schöner Schein« auf dem Blog von Dr. Christine Leithäuser. Den Artikel haben wir aufgrund der unhaltbaren Anschuldigungen und schwerwiegenden Unterstellungen mit großem Befremden gelesen. 
Als zivilgesellschaftliche Initiative begrüßen wir kritischen Journalismus und finden es wichtig, dass auch bei gemeinwohlorientierten und gemeinnützigen Projekten genau hingeschaut und nachgefragt wird. Wir haben jedoch den Eindruck, dass der Text von Frau Dr. Leithäuser wenig von tatsächlicher Aufklärungsabsicht motiviert oder an einer neutralen, kritischen Bestandsaufnahme interessiert ist: Er baut in erster Linie auf Vermutungen auf, die als Tatsachen dargestellt werden und enthält viele Falschaussagen und Fehlinterpretationen. Das wollen wir im Folgenden an sieben Behauptungen aus dem Artikel beispielhaft zeigen:

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1. Die Behauptung, der Mirker Bahnhof sei einsturzgefährdet und wir würden unverantwortlich handeln 

Zitat: »Und es gibt ein weiteres Problem: Die Einsturzgefahr. Nicht nur die unzureichend ersetzten und abgestützten Fachwerkkonstruktionen sind lebensgefährlich. Vor allem besteht das Risiko, dass das Fachwerk insgesamt nicht mehr tragfähig ist und unvermittelt einstürzt. Eine Fachfirma müsste im gesamten Gebäude Proben nehmen und diese analysieren, um diese Gefahr auszuschließen. Absolut unverantwortlich ist es, die Helfer und Gäste in dieser Situation weiter im Gebäude zu lassen«

Es ist richtig, dass einzelne Gebäudeteile vom Hausschwamm befallen sind. Das ist bereits seit Baubeginn bekannt und auch kein Geheimnis. Die Beseitigungwird seitdem durch kompetente Fachfirmen (Zimmerei, Statiker und Holzsachverständiger) bearbeitet und ist im Griff. 
Regelmäßig wird die komplette Baustelle von einem Sicherheits- und Gesundheitskoordinator begutachtet und fachgerecht auf ihre Sicherheit geprüft. Zusätzlich waren in jüngerer Vergangenheit die untere Denkmalbehörde, die Bauaufsichtsbehörde sowie das Dezernat 56 der Bezirksregierung Düsseldorf, zuständig für betrieblichen Arbeitsschutz und Sicherheit, vor Ort. Dabei wurden ausführlich die Abstützungs- und Sicherheitsmaßnahmen überprüft, ebenso wie die entsprechenden statischen Baumaßnahmen – auch und gerade die, die die von Hausschwamm befallenen Stellen betreffen. Gravierende Mängel oder Verstöße wurden nicht festgestellt, im Gegenteil, alle Beteiligten äußerten sich lobend über den Fortgang der komplizierten Baumaßnahme. Entsprechende schriftliche Bestätigungen des Statikers, der Zimmerei und des Sicherheits- und Gesundheitskoordinators liegen vor.

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2: Die indirekte Aussage, wir würden unsere Helfer:innen in Gefahr bringen, welche zudem nicht über angemessene Kompetenzen verfügen würden

Zitat: »Es sind ausschließlich Freiwillige, die den »Workout« organisieren, sie selbst haben keine bauhandwerkliche Ausbildung. Weder der Geschäftsführer noch die Architekten sind als Bauleiter vor Ort. […] Niemand trägt Arbeitsschuhe, Staubschutz, Helm, Handschuhe. Es gibt kein richtiges Werkzeug.«

Der Workout wird von zwei hauptamtlichen Kräften begleitet, welche sich in enger wöchentlicher Abstimmung mit dem Bauherren und der Architektin befinden. Beide sind regelmäßig und bedarfsorientiert auch persönlich beim Workout zugegen. 
Für Spezialarbeiten wie die Fenstersanierung werden die Ehrenamtlichen professionell angeleitet und in Workshops geschult – bei der Fenstersanierung zum Beispiel durch einen aktiven Tischlermeister und einen Tischler im Ruhestand. Die regelmäßigen Workout-Teilnehmer:innen verfügen häufig über eine eigene persönliche Schutzausrüstung. Weitere Sicherheitsschuhe, Handschuhe, Helme sowie professionelles Werkzeug werden vor Ort zur Verfügung gestellt. Zudem unterstützen uns einige Ehrenamtliche auch mit ihren für die Sanierung relevanten Kompetenzen und Ausbildungen, die sie aus ihren Berufen und bisherigen Tätigkeiten mitbringen.

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3: Die indirekte bis direkte Unterstellung, in Utopiastadt würden Gelder veruntreut und es fänden keine Arbeiten am Gebäude statt

Zitat: »Aus Fördermitteln des Bundes und des Landes wurden insgesamt 4 996 433.- Euro bereitgestellt, um ihn fachgerecht zu sanieren, zusammen mit der ebenso geschützten Treppenanlage auf dem Vorplatz. […] Der »Publikumsmagnet an der Nordbahntrasse« ist zwar seit März 2021 eingerüstet, es finden aber keinerlei Arbeiten statt. Schwarze Gewebenetze versperren den Blick auf die Fassaden. Firmenschilder suggerieren Aktivität.[…] Ob die gewährten Fördermittel korrekt verwendet wurden, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht nachvollziehbar, das müssen das Finanzamt und die Bezirksregierung untersuchen, denn die Stadtverwaltung verweigert alle Auskünfte. […] Ob Korruption vorliegt, muss durch eine Analyse der Geldströme geklärt werden.«

Die öffentlichen Fördermittel aus dem Landesprogramm »Initiative ergreifen« werden nicht in großen Tranchen, auf Vertrauensbasis, als Vorschuss oder gar am Stück überwiesen, sondern müssen bedarfsbezogen abgerufen und ihre Verwendung genau dokumentiert und nachgewiesen werden. Bereits vor dem Abruf der Mittel müssen entsprechende, förderrechtskonforme Ausgaben belegt werden. Die Abwicklung läuft über ein eigenes Baugeldkonto und ist zu jeder Zeit nachvollziehbar.
Für Planungsleistungen (Architektur, Schadstoffe, technische Gebäudeausstattung, Statik, Holzschäden, Sicherheits- und Gesundheits-Koordinator und Projektsteuerung), für Gebühren an Stadt und Land, für Schadstoffsanierung, Rohbauarbeiten sowie Dach- und Fassadensanierung haben wir zwischen 2017 und heute (01.09.2021) 1.718.224,84 Euro abgerufen und entsprechend verwendet. Ebenjene Arbeiten haben stattgefunden, zusätzlich wurden und werden viele Arbeiten im Rahmen der Selbsthilfe durchgeführt (wie zum Beispiel die oben genannte Fenstersanierung). Die Geschäftsführung und weiteres Personal der Utopiastadt gGmbH, welches sich mit um die Sanierungsmassnahmen kümmert, kann nicht über die Förderung finanziert werden.
Die genannte Treppenanlage auf dem Vorplatz und die dazugehörige Fläche sind nicht in unserem Eigentum. Die Sanierung der Treppe wird durch die Stadt Wuppertal und im Rahmen eines anderen Förderprojektes durchgeführt. 

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4: Die Aussage, 96.000 Euro wären in die Förderung des Forum:Mirke geflossen 

Zitat: »Auch diese Organisation [das Forum:Mirke] wird aus öffentlichen Mitteln gefördert, mit insgesamt 96.000 Euro bislang.«

Die 96.000 Euro sind keine Finanzierung für die Organisation des Forum:Mirke selbst, sondern sind nahezu vollständig in einen Quartiersfonds und von dort in die Finanzierung von Mitmachprojekten im Quartier geflossen. Nur ein sehr kleiner Teil diente der Finanzierung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit rund um die Mitmachprojekte, Veranstaltungen und Aktivitäten im Quartier und die Berichterstattung des Forums. Die Organisation des Forums erfolgt ehrenamtlich oder wird durch die ansässigen gemeinnützigen Organisationen personell getragen.
Über die Mitmachprojekte entscheidet ein lokaler Beirat, dessen Mitglieder vom Forum:Mirke vorgeschlagen und von der Bezirksvertretung Elberfeld per Beschluss bestätigt worden sind. Er besteht aus engagierten Menschen aus dem Quartier Mirke (https://quartier-mirke.de/quartiersfonds/wir-foerdern-mitmachprojekte). Die bisher geförderten Projekte sind hier zu finden: http://quartier-mirke.de/thema/mitmachprojekte.

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5: Die Behauptung, wir hätten uns nicht in einem Interview äußern wollen

Zitat: »Auch Christian Hampe will sich nicht äußern«

Es gab eine mündliche Interviewzusage durch den Geschäftsführer der Utopiastadt gGmbH, Christian Hampe, an Frau Dr. Leithäuser, als diese ihn bei einem spontanen Besuch während einer Baubesprechung mit der Architektin in Utopiastadt ansprach. Daraufhin schickte die Autorin, wie besprochen, am 06.08.2021 eine Terminanfrage per E-Mail, die zunächst urlaubsbedingt unbeantwortet blieb. Die Autorin hat weder im Gespräch noch in ihrer E-Mail auf die nahende Veröffentlichung des Artikels und scheinbare Dringlichkeit hingewiesen. Sie hat keinen erneuten Kontakt aufgenommen und auch nicht versucht, weitere Utopist:innen oder Organe in Utopiastadt für ein Interview anzufragen. Der Artikel erschien dann am 24.08.2021.

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6: Die Aussage, der Garten wäre verwaist und verwildert

Zitat: »Ein Gang ums Gebäude offenbart mehr, als in der Zeitung steht. Der Bereich für »urban gardening« ist verwaist, die Hochbeete leer oder überwuchert, der Garten verwildert.«

Grünflächen werden gemäht, Wege und Aufenthaltsflächen instand gehalten oder saniert. Obstbäume und -sträucher gepflegt und geschnitten. Bohnen, Salat, Sonnenblumen, Kräuter, Tomaten und essbare Blumen wachsen und gedeihen. Eine neue Terrasse wird gepflastert. Selbst mehrere Bienenvölker, die Utobees, helfen uns bei unserer Arbeit. Wir haben hier ein paar Fotos, die am Tag der Veröffentlichung des Artikels entstanden sind.

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7: Die Aussage, wir hätten die Anstrengungen von Ehrenamtlichen für die Außenwirkung Utopiastadts missbraucht

Zitat: »Die vielfältigen Anstrengungen von Ehrenamtlichen wurden missbraucht, um ein schönes Bild für die Öffentlichkeit herzustellen.«

Wir kooperieren für viele gemeinsame Ideen. Seit dem Einzug in den Mirker Bahnhof wird Utopiastadt von zahllosen ehrenamtlich engagierten Menschen getragen. Ohne die unvorstellbaren Zeit- und Arbeitsressourcen, die Engagierte freiwillig in diese gemeinsame Idee investieren, wäre der Ort mit all seinen Angeboten nicht vorstellbar. Dieses Engagement wird durch den Artikel grundlos abgewertet und uns in großen Teilen abgesprochen. Das macht uns, je nach Temperament, traurig bis wütend. Aber auf jeden Fall macht es uns alle sehr betroffen und sprachlos.  

Wir sind und bleiben jederzeit ansprechbar, egal ob es um den Gebäudezustand, Baustellenentwicklungen oder Utopiastadt allgemein geht. Zudem wissen wir, dass Utopiastadt inzwischen so komplex ist, dass immer wieder das Bedürfnis nach Erläuterung entsteht. Diesem Bedürfnis kommen wir gerne nach und entwickeln Tranparenz und Offenheit dieses Ortes immer weiter. 

Jetzt schütteln wir den Unmut über die Unterstellungen wieder ab, freuen uns über alle, die uns – gerne auch kritisch – gewogen bleiben und danken Euch sehr für Euer ungebrochenes Interesse an unserem lebhaften Gemeinwohl-Labor. 

Und wer gerne mithelfen möchte: 
Samstags um 11 Uhr ist Workout! 
Schreibt uns an info@utopiastadt.eu, schickt uns einen Brief oder lasst ihn an der Theke, wenn ihr mal vor Ort seid. 

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[Innovationspfad DigIT_Campus] Digitalisierung im Bauhandwerk erleben!

Ihr wollt in kurzer Zeit digitale Werkzeuge zu typischen Betriebsabläufen im Bauhandwerk kennenlernen und diese auf einen Mehrwert für euer Unternehmen hin prüfen?

Auf dem virtuellen „Innovationspfad DigIT_Campus“ stellen euch renommierte Aussteller:innen digitale Anwendungen, Software und Werkzeuge vor, mit denen ihr den Anforderungen in eurem Betrieb digital begegnen könnt. Im zügigen Wechsel werden euch und euren  Handwerkskolleg:innen in kleinen Gruppen spannende digitale Lösungen für das Bauhandwerk vorgestellt.

Findet Antworten auf eure Fragen rund ums digitale Aufmaß, den Einsatz von CAD- und Projektmanagementsoftware bis hin zu Lösungen fürs Bauhofmanagement und die digitale Bauakte. Nutzt die Chance, euch mit Hersteller:innen und Kolleg:innen auszutauschen und zu vernetzen.

Ablauf
09:00 Begrüßung, Programm- und Projektvorstellung
10:00 Innovationspfad Teil 1
11:45 Mittagspause und Vernetzungsmöglichkeit
12:45 Innovationspfad Teil 2
14:15 Abschlussplenum
14:30 Vernetzungsmöglichkeit

Austeller u.a.
AIRTEAM Aerial Intelligence GmbH
ELITECAD – XEOMETRIC GmbH
HERO – Lyke GmbH
HottScan GmbH
magicplan – Technologies Sensopia Inc.
myCraftnote Digital GmbH
tabya GmbH

Hinweis
Die Veranstaltung findet per ZOOM statt. Vorkenntnisse mit Videokonferenzen oder Online-Seminaren sind nicht erforderlich.

Anmeldung
www.digitcampus.de/events/innovationspfad/

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IMPF IMPF BABY … #2

#impfimpfbaby geht in die zweite Runde!

Am kommenden Samstag, 21.08.21 von 11:00-18:00 Uhr, ist es soweit – Erstimpfungen sind wieder im Testzentrum Utopiastadt möglich. Macht der Pandemie einen Strich durch die Rechnung, kommt vorbei, und erzählt allen davon. Fragt eure Nachbarn, Freunde und Familie, ob sie schon geimpft sind, und wenn nicht: gemeinsam auf zu Utopiastadt! Als Belohnung könnt ihr die Impflinge im Anschluss auf ein leckeres Getränk einladen, Deal?


Service-Absatz

„Warum Impfen Schlauer ist“ von Ranga Yogeshwar

Infos zu den Dezentralen Impfaktionen der Stadt Wuppertal

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[Workshop] Nachhaltigkeit im Betrieb: Kommunikation und Mitarbeitendenmotivation

Wie kann ich den eigenen Betrieb nachhaltiger gestalten?

Was haben Kommunikation und Motivation mit Nachhaltigkeit und Digitalisierung zu tun?

Wie können wir persönlich nachhaltiger handeln im Betrieb?

Und was für eine Kommunikation braucht es, um Mitarbeitende für nachhaltiges Denken und Handeln zu motivieren?

Diesen Fragen wird am 24.08.21 von 16:00 bis 19:00 Uhr per ZOOM nachgegangen. Durch den Workshop führt Lasse Lemm von der Neuen Effizienz gemeinnützige GmbH.

Im Fokus der Veranstaltung steht die praxisorientierte Auseinandersetzung damit, wie Kolleg:innen und Mitarbeitende motiviert werden können, Energie und Ressourcen einzusparen. Außerdem gibt es die Möglichkeit, sich mit anderen Betrieben auszutauschen und voneinander zu lernen.

Hinweis:
Diese Veranstaltung wird leider nicht stattfinden!

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Urbane Produktion. Was ist das?

Wanderausstellung, Schaufensterwerkstatt,
regionale Produkte und Vorträge

Die Wanderausstellung „Urbane Produktion“ macht vom 23.August – 03.September Halt in Wuppertal.

In der Ausstellung erfährst du, wie die Kombination von Arbeiten, Produzieren, Wirtschaften und Einkaufen im urbanen Raum zusammenpasst. Neben dem Konzept werden natürlich auch lokale Produzent*innen aus Wuppertal präsentiert. Es soll nämlich nicht nur die Theorie gezeigt werden, sondern vor allem: Wie sieht es in Wuppertal aus? Wer produziert eigentlich in der Stadt? Welche lokalen Produkte aus Wuppertal gibt es überhaupt? Entdecke Anbieter*innen, die du noch nicht kennst – von der Kaffeerösterei über die Hut-Manufaktur bis zum verpackungsfreien Kosmetik-Startup…

Zu sehen gibt es die Ausstellung in der Rathaus Galerie. Und dazu gibt es ein buntes Rahmenprogramm mit Workshops und Vorträgen zum Anhören, Ansehen und Ausprobieren!

Weitere Informationen

Anmeldung zum Rahmenprogramm

Rathaus Galerie / Eingang 2.OG
Klotzbahn 5
42105 Wuppertal

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Dach der Stadt Festival – An die Bewohner:innen in der Mirke

Liebe Nachbar:innen und Mitmenschen in der Mirke,
einige von euch haben sich in den letzten Tagen und Wochen bei uns bezüglich des „Dach der Stadt“-Festivals gemeldet und ihren Unmut über die Lautstärke geäußert. Die Beschwerden beziehen sich vor allem auf die Häufigkeit der Veranstaltungen und den dadurch entstehenden Wunsch nach, bzw. Mangel an ruhigen Wochenenden und richteten sich, zum Teil mit schwerwiegenden Anschuldigungen, auch gegen Utopiastadt. Aus diesem Anlass wollen wir uns heute zu dem Thema äußern und euch damit auch dabei unterstützen, eure Fragen und Bedenken an die richtige Adresse zu richten. 


Das »Dach der Stadt« Festival wird nicht von Utopiastadt veranstaltet, sondern durch den Wuppertaler Musiker Horst Wegener und Thilo Küpper mit der Dach der Stadt GmbH. Grundsätzlich begrüßen wir, dass (wieder) Kulturveranstaltungen stattfinden – auch auf und um den Utopiastadt Campus herum und im Quartier Mirke. Gerade heute ist es wichtig, dass sich Menschen begegnen und einen Raum zum zelebrieren von Gemeinschaft und Kultur, aber auch zur Diskussion finden. Wir nehmen allerdings auch die von Nachbar:innen geäußerten Bedenken bezüglich der Lautstärke ernst und verstehen, dass sich Anwohnerinnen und Anwohner durch die Häufigkeit der Veranstaltungen und die damit verbundene Lautstärke gestört fühlen. Wir wissen aus eigener Erfahrung, dass das Austarieren zwischen unterschiedlichen Bedürfnissen (in diesem Fall nach Kulturveranstaltungen und nach Ruhe am Wochenende) oft nicht einfach ist und Kompromisse aller Beteiligten braucht. Wir haben vor Beginn des Festivals gegenüber dem Veranstalter Bedenken wegen der Lärmbelastung für das Quartier geäußert, besonders auch mit Blick auf die Menge der Veranstaltungen. Dieser hat Maßnahmen getroffen, um die Lautstärke für das Quartier möglichst zu reduzieren – leider scheint das Problem dadurch aber nicht ausreichend gelöst zu sein.


Deswegen glauben wir, dass es jetzt einen Dialog braucht. Die Dach der Stadt GmbH ist aktuell bereits dabei, diesen Dialog mit den Anwohner:innen zu suchen. Zudem können sich diese telefonisch unter 0202 – 51 52 250 oder per Mail an festival@dachderstadt.de direkt an die Organisatoren des Festivals wenden. Horst Wegener wird außerdem beim nächsten Forum:Mirke am 23.08.2021 dabei sein. Das Forum:Mirke setzt sich aus verschiedenen Akteuren und Initiativen im Quartier Mirke zusammen. Es steht für Kommunikation, Vernetzung und Kooperation im Quartier und sieht sich auch als Anlaufstelle für Menschen vor Ort. Der Termin steht Interessierten offen und wird in Kürze hier bekanntgegeben.


Wir hoffen, dass ein Weg gefunden wird, mit dem die Festival-Besucher:innen ebenso wie die Anwohner:innen den restlichen Sommer genießen können!